Streetspotr stellt sich vor

Streetspotr stellt sich vor


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Meine Anfangszeit bei Streetspotr war und ist sehr spannend. Zu Beginn gab es jeden Tag etwas neu zu lernen, entdecken und erleben. Mittlerweile bin ich schon etwas tiefer eingetaucht und gehöre nicht mehr zu den Taufrischen ;). Im folgenden Text und dem anschließenden Interview mit zwei der Gründer möchte ich euch meine ersten Eindrücke etwas näher bringen. Viel Spaß beim Lesen! 😀

 

 

Nach ein wenig Suchen ist es geschafft, ich stehe vor der Pforte des Unternehmens Streetspotr. Die Auffahrt hinunter und vorbei am Fotostudio erblicke ich das Streetspotr-Roll-Up, das mir den Weg weist. Ich öffne die unscheinbare Eingangstür und spähe vorsichtig in eine große Halle mit weiß gefärbter Betonoptik.

Übersicht

Eisenketten mit Kabeln hängen von der Decke herunter, überall sind Arbeitsplätze, an denen Leute eifrig telefonieren oder mit Kopfhörern auf den Ohren auf ihrer Tastatur Befehle eintippen. Mir fällt der kleine Super Mario-Plüschpilz auf der anderen Seite des Raumes auf und ich gebe ein knappes „Hallo“ von mir. Neben dem Plüschpilz erscheint ein lachendes Gesicht . Der Mann steht auf und kommt auf mich zu. Das muss Werner Hoier sein, der Geschäftsführer von Streetspotr.

Werner

„Hallo, ich bin Werner. Lass uns doch schon mal in den Konferenzraum gehen, Dorothea kommt auch gleich.“ Dorothea, das ist Dorothea Utzt, die zweite Geschäftsführerin. Aus einem Nachbar-Raum ertönt ein lautes Knallen gefolgt von johlendem Beifall. Offensichtlich nahm gerade ein hochdramatisches Tisch-Fußballspiel sein Ende. Im Konferenzraum bewirtet mich Werner mit Kaffee und Keksen, während ich die Super Mario-Welt an der Wand bewundere. Ich bin wahrlich in einem IT-Unternehmen gelandet. Nach zwei Minuten kommt auch Dorothea hinzu.

Doro

Dann kann es ja losgehen:

Hallo Dorothea, Hallo Werner, könntet ihr euch kurz vorstellen?

Gern! Also mein Name ist Dorothea Utzt, 1981 geboren und Mitgründerin und Geschäftsführerin von Streetspotr. Außerdem Kaffeesüchtige auf Entzug, seit Dezember vergangenen Jahres. :) Ich bin vor allem für alles Nicht-Technische verantwortlich, also Marketing, Vertrieb, Produkt und Strategie.

Ja, und bei mir eigentlich das Gleiche, bis auf die Kaffeesucht ;-). Ich heiße Werner Hoier und kümmere mich als Geschäftsführer vor allem um das Technische bei Streetspotr. Designen ist mein Steckenpferd, das kann ich auch nachts oder frühmorgens machen, ohne dass ich das Gefühl habe, ich arbeite. Ich habe die Streetspotr-Apps und auch unsere Homepage designed und zusammen mit unseren Programmierern umgesetzt und mache das immer noch sehr gerne.

Und was ist Streetspotr eigentlich genau? Könntet ihr das kurz erklären?

Streetspotr ist eine App, mit der sich jeder ein Taschengeld nebenher verdienen kann, indem er mit seinem Smartphone unterwegs kleine Aufträge erledigt. Das kann ein schneller Check sein, ob ein Produkt im Supermarkt-Regal richtig platziert oder der Bestand ausreichend ist, ein Foto von der Speisekarte des Restaurants um die Ecke oder auch ein ausführlicherer Service-Test.

smart

Irgendjemand muss diese Aufträge aber auch bezahlen, und das sind unsere Kunden. Das sind große Marken wie Sony oder Red Bull, die sich Zeit und Geld sparen, wenn jemand, der sowieso schon vor Ort ist, einen schnellen Check für sie erledigt. Service-Agenturen und Branchenverzeichnisse zählen ebenso zu unseren Auftraggebern.

Das ist ja spannend. Micro-Jobbing über das Smartphone. Wie genau seid ihr auf die Idee von Streetspotr gekommen?

Wir kannten uns und unseren Mitgründer, Holger Frank, schon lange aus anderen Firmen, in denen wir gemeinsam gearbeitet haben. Mit miCal-der Kalender hatten wir bereits 2008 einen bis jetzt anhaltenden Erfolg in Apples App Store. Wir kommen also aus dem App-Business und sind schon lange mit unseren Smartphones eins :-). Daher haben wir ständig E-Mails und Facebook gecheckt und uns dann irgendwann gedacht, dass man in Wartepausen oder bei Langeweile doch sicher auch etwas anderes, Sinnvolleres tun kann. Als dann BMW auf uns zukam und uns fragte, ob wir nicht mit irgendeiner Anwendung die Ebenen, Öffnungszeiten und Preise von Parkhäusern für sie erfassen können, war die Idee von Streetspotr endgültig geboren.

Nachdem ihr euch im Klaren darüber gewesen seid, was ihr machen wollt, wie ging es dann weiter?

Erstmal entbrannte eine lange Diskussion über den Namen der neuen Firma:-). Bis wir dann auf den „Straßendetektiv“, also den „Streetspotr“ kamen, mit dem alle einverstanden waren.

logo

Dann ging die lange Phase des Designens, Konzeptionierens und natürlich Programmierens los. Nach einem halben Jahr standen dann die iPhone- und Android-App, das Backend und die API, die alles verbindet. Damit konnten wir in eine geschlossene Betaphase gehen. Wir haben uns damals über jede einzelne Registrierung eines neuen Streetspotrs gefreut, und das tun wir immer noch. Heute sind es schon über 225.000. Wahnsinn!

Streetspotr existiert ja nun seit bereits mehr als zwei Jahren. Ihr habt eine beachtliche mediale Präsenz und eure Community und euer Kundenstamm wächst immer noch weiter. Was ist ihr euer Erfolgsrezept?

Viel viel Arbeit und dabei auch ein Quäntchen Glück :-). Man muss an einer Sache dran bleiben und wirklich daran glauben, um Erfolg zu haben. Und natürlich viel Herzblut geben. Das Team ist auch sehr wichtig. Wir haben das Beste. :-)

team

Mittlerweile gibt es ja auch Konkurrenz-Unternehmen mit ähnlichen Konzepten. Was hebt euch eurer Meinung nach vom Wettbewerb ab?

Wir haben von Anfang an auf die Community gesetzt. Dafür haben wir User-Wünsche umgesetzt wie zum Beispiel die Freunde- und Nachrichten-Funktion. Streetspotr steht und fällt mit seiner Community, die uns absolut wichtig ist. Weil unser Team schon so lange bei uns ist und viele Mitarbeiter sich bereits an der Uni mit dem Thema Streetspotr beschäftigt haben – viele in ihrer Abschlussarbeit – liefern wir außerdem die beste Qualität an unsere Kunden. Jeder einzelne Auftrag läuft durch unsere manuelle Qualitätssicherung, für die wir ein spezielles Verfahren entwickelt haben. Alle Streetspotr-Mitarbeiter arbeiten jeden Tag an der Optimierung des Systems für unsere Kunden.

Was plant ihr für die Zukunft, wohin soll der Weg gehen?

Nachdem wir gerade unsere erste Finanzierungsrunde mit einer hohen sechsstelligen Summe abgeschlossen haben, können wir nun natürlich viele Dinge ganz anders angehen. Wir glauben, dass unsere gewonnenen Partner – die bald verraten werden 😉 – dafür genau die Richtigen sind. Neben dem Ausbau unseres Teams steht die weitere Expansion an. Streetspotr soll zum Global Player werden.

Zum Schluss noch eine letzte persönliche Frage: Wenn ihr mal nicht Streetspotr beschäftigt, was macht ihr dann so in eurer Freizeit?

Dorothea: Also ich reise mit Begeisterung und erkunde dabei neue Länder. Dafür ist natürlich nicht immer Zeit.:-) Wenn es sommerlich wird, sieht man mich am Wochenende auch wieder auf den Beachvolleyballplätzen der Umgebung. Ansonsten lese ich so viel, dass ich mir aus Bequemlichkeit vor Kurzem einen Kindle gekauft habe.

Werner: Wenn überhaupt Freizeit übrig bleibt, dann spiele ich gerne Squash oder Badminton oder jogge. Außerdem schlage ich mir gerne die Zeit mit Casual Games tot, egal ob auf dem iPhone, dem 3DS oder der Playstation. Beim Reisen tauche ich in die Offline-Welt ein. Mal sehen, wo es noch überall hingeht. :-)

Verfasst von Streetspotr David

[Lösung des Rätsels vom 03.02.2014: Montréal]

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